„Schlaflos“, uraufgeführt 2021, ist die vorletzte Oper, die Peter Eötvös geschrieben hat. Die Uraufführung hatte der Komponist noch selbst dirigiert. Als „Opernballade“ bezeichnet er sein Werk, Vorlage ist die Erzählung „Trilogie“ des Literaturnobelpreisträgers Jon Fosse. Die Oper erzähle „von Ab- und Ausgrenzung und vom Bruch in einer Gesellschaft, in der es kaum noch Solidarität gibt“, so das Theater Braunschweig. Zwei Liebende, mittellos, drogensüchtig, suchen nach einem Platz in der Gesellschaft, finden ihn aber nicht. Regisseur Philipp M. Krenn verortet das Geschehen im Berlin der 1970er- oder 1980er Jahre. Ort der Handlung ist bei ihm der Berliner Bahnhof Zoo „Das antiromantische Sozialdrama funktioniert bestens dank der sängerisch und schauspielerisch eindringlichen Rollengestaltungen.(…) Ein bewegender Theaterabend, erbarmungslos deprimierend und mit empathischer Zärtlichkeit für das Liebespaar einnehmend.“ So schreibt die taz. „In Braunschweig kommt Peter Eötvös‘ Oper 'Sleepless' zu sich selbst. Das liegt vor allem an dem Dirigat von Alexander Sinan Binder, der die Partitur radikaler und überraschender liest als der 2021 in Berlin noch selbst am Pult stehende Komponist“, lesen wir auf „Oper!“. Und die Braunschweiger Zeitung resümiert: „Zaubrische Musik (…) und spannende Bilder. Das sollte man sich nicht entgehen lassen. Starker Applaus.“ Das Foto (Thomas M. Jauk/Stage Picture) zeigt Matthew Peña als Asle und Veronika Schäfer als Alida.