Begeisterte Stimmen über Charles Gounods „Faust“-Oper in Wuppertal. Regie führt Matthew Ferraro. Er folgt dem Komponisten, der in seiner Adaption der Goethe-Vorlage die Figur und Geschichte der Marguerite in den Vordergrund stellt. Die Geschichte ist bekannt: Faust erhält von Mephisto seine Jugend zurück – in Wuppertal wird dies durch eine Zeitmaschinen-Uhr dargestellt, die sich in kürzester Zeit zurückdreht -, verführt Marguerite, die von ihm dann ein uneheliches Kind erwartet – schließlich, nachdem sie das Kind getötet hat, selbst den Tod findet. Matthew Ferraro erzähle die Handlung ohne Brüche und aufgesetzte Subtexte, berichtet der Opernfreund, der auch von der „gelungenen Choreografie der Chorszenen“ schreibt, und: „Ein besonderes Lob verdient Ulrich Zippelius, der den Opernchor und Extrachor der Wuppertaler Bühnen zu einer wirklich bravourösen Leistung führte.“ Auch die neue musikzeitung (nmz) berichtet von einer „durchaus schlüssigen Inszenierung“. Johannes Witt führe das Orchester ebenso spannungsgeladen wie klangvoll durch den Abend. Und: „Das Ensemble ist auch durchweg ausgezeichnet besetzt.“ Die WZ resümiert: „Die Wuppertaler Premiere beeindruckte am Sonntag mit klarer, gut durchdachter Regie, einem differenziert spielenden Sinfonieorchester und einem exzellent singenden Ensemble.“ Und die Wuppertaler Rundschau: „Ein starkes Stück Oper!“ Das Foto (Matthias Jung) zeigt den Opernchor und Extrachor der Wuppertaler Bühne.