"Castor et Pollux" in Meiningen

Uraufgeführt wurde die Oper von Jean-Philippe Rameau im Jahr 1735. Sie lehnt sich an die mythologische Erzählung über die Brüder Castor und Pollux an, Librettist Pierre Joseph Bernard wich aber durchaus auch davon ab. Obwohl Zwillingsbrüder, unterscheiden sich Castor, der sterbliche, und Pollux, der unsterbliche Bruder. Die Oper erzählt von ihrem Dilemma zwischen Bruderliebe und der konkurrenzbehafteten Liebe zur gleichen Frau, Télaire. Schließlich ist Pollux sogar bereit, den im Kampf getöteten Bruder aus der Unterwelt zu befreien, indem er selbst sterblich wird und dort dessen Platz einnimmt. Beider Vater Jupiter löst das Dilemma. Am Staatstheater Meiningen führte die vielseitige Künstlerin Adriana Altaras Regie, vielen als Schauspielerin aus dem Fernsehen bekannt. Ihre Inszenierung bekommt viel Lob. „Altaras' Regie ist schnörkellos, zielt auf Verständlichkeit ab“, so der MDR. „Dem Staatstheater Meiningen gelingt ein echter Coup“, lesen wir bei „Freies Wort“. Die Deutsche Bühne meint: „Adriana Altaras Personenregie, Roman David Rothenaichers Chor und der von Tony Cragg konzipierte Raum sind in ‚Castor et Pollux‘ am Staatstheater Meiningen einzigartig schlüssig.“ Auch die musikalische Leitung von Dirigent Christopher Moulds findet Beachtung. „Das flirrte und funkte, das war ein flinker Galopp, auch dank des spielfreudigen Chors und der unbekümmerten Solisten“, berichtet der Bayerische Rundfunk. Das Foto (Christina Iberl) zeigt Aleksey Kursanov als Castor und den Chor des Meininger Staatstheaters.  

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