Im Oktober letzten Jahres hat die Kulturministerkonferenz eine „Matrix zu Basishonoraren“ für Soloselbstständige im Kulturbereich verabschiedet. Der Deutsche Kulturrat hat jetzt die Kulturministerinnen und -minister sowie Kultursenatorinnen und -senatoren der Länder aufgefordert, die Basishonorare in den Ländern umzusetzen. „Sofern nicht bereits geschehen, sollten die Verantwortlichen in den Kulturministerien der Länder auf die Berufs- und Fachverbände bzw. Gewerkschaften zugehen und Verhandlungen zu den Basishonoraren anstoßen“, heißt es in einer Meldung des Kulturrats. Gleichfalls seien die Landesverbände der Berufs- und Fachverbände bzw. Gewerkschaften des Kultur- und Mediensektors ihrerseits gefordert, sich proaktiv an das jeweilige Kulturministerium zu wenden. Das geringe Einkommen vieler Soloselbständiger im Kultur- und Medienbereich bedeutet zwangsläufig auch eine schlechte soziale Absicherung im Alter.
„Die von der Kulturministerkonferenz verabschiedete ‚Matrix für Basishonorare‘ bietet den Ländern eine gute Grundlage, um nun gemeinsam mit den Verbänden und Gewerkschaften aus dem Kultur- und Mediensektor Basishonorare auszuhandeln und diese für Projektförderungen und weitere Zuwendungen für verbindlich zu erklären“, so der Kulturrat. „Der Deutsche Kulturrat fordert ferner den Bund und die Kommunen auf, sich entweder dem Vorschlag der Kulturministerkonferenz zu Basishonoraren anzuschließen oder einen eigenen Vorschlag vorzulegen. Gerade die Kommunen, die einen erheblichen Teil der öffentlichen Kulturförderung tragen, können durch angemessene Honorare einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Soloselbstständigen in Kunst und Kultur leisten. Der Deutsche Kulturrat wiederholt seine Forderung, dass die öffentliche Hand auf allen Ebenen mit gutem Beispiel vorangehen muss. Es gilt darüber hinaus auch mit Blick auf die Veränderungen im europäischen Wettbewerbsrecht, die tarifvertraglichen Regelungen zu verbessern.“