In einer Pressemitteilung informiert das Nationaltheater Mannheim darüber, dass zur Fertigstellung der Ersatzspielstätte für die Opernsparte, OPAL (Oper am Luisenpark), zusätzliche Investitionsmittel in Höhe von 2,7 Millionen Euro benötigt werden. Davon sollen 1,7 Millionen Euro durch den Verzicht auf die Anmietung einer anderen Interimsspielstätte eingespart werden. Die verbleibenden Mittel kommen von der Stadt als Darlehen für den Eigenbetrieb Nationaltheater. Nach der Insolvenz des für Planung und Bau von OPAL zuständigen Totalunternehmers hatte der Gemeinderat im Frühjahr 2023 entschieden, die Ersatzspielstätte durch den Eigenbetrieb Nationaltheater Mannheim weiterbauen zu lassen. Dafür wurden zusätzliche Investitionsmittel von 6,3 Millionen Euro bereitgestellt. Daraufhin haben die Fachplaner ihre Arbeit wiederaufgenommen, die unzureichenden oder fehlenden Planungsunterlagen für den Weiterbau wurden soweit möglich vervollständigt, noch offene Aufträge vergeben und den Baustellenbetrieb wieder hochgefahren. Dabei hätten sich, so die Meldung, weitere verdeckte und Planungs- und Ausführungsdefizite des bisherigen Totalunternehmers gezeigt. Die entdeckten Mängel führen zu weiteren Mehrkosten. Während der Sanierungszeit war der Pfalzbau Ludwigshafen als zusätzliche Interimsspielstätte für Oper und Tanz vorgesehen. „Um die nicht beeinflussbaren Mehrkosten beim Bau wenigstens teilweise zu kompensieren, haben wir uns dazu entschieden, den Pfalzbau in den Jahren 2025 bis 2027 nicht mehr anzumieten“, erklärte Tilmann Pröllochs, Geschäftsführender Intendant des Nationaltheaters Mannheim. Dadurch ließen sich 1,7 Millionen Euro einsparen. Das Foto (Maximilian Borchardt) zeigt die Ersatzspielstätte OPAL im Mai 2022.